Pep nervt!

Im schweizerischen Tagesanzeiger erschien in dieser Woche ein Pamphlet mit der kurzen und bündigen Überschrift „Pep nervt“. Nun sind Antipathiebekundungen noch nicht zwingend erwähnenswert und es lohnt sich auch nicht, den ganzen Text zu lesen. Es ist aber bemerkenswert, daß hier jemand gar nicht erst versucht, seine Abneigung gegen den FC Bayern unter den Deckmantel ernsthafter journalistischer Arbeit zu kleiden.

In einem Tagesanzeiger-Beitrag macht der Autor seinem Unmut Luft:

Sein oftmals pseudo-philosophisches Gestammel an Pressekonferenzen ist allenfalls lustig.

Darüber kann man geteilter Meinung sein, dieser Beitrag ist jedenfalls nicht mal unfreiwillig komisch.

Aber ich denke eben, es geht Guardiola um etwas ganz anderes. Er will sich inszenieren.

Pep Guardiola ist also ein Selbstdarsteller. Damit steht er im krassen Gegensatz etwa zu Jürgen Klopp, an dem alles echt ist: Die Liebe, die Emotion, die geistigen Aussetzer, die Pöbeleien den Linienrichtern gegenüber und sogar die Haare sind ein echtes Implantat.

Pep nervt. Immerhin passt er damit zum FC Bayern.

Pep Guardiola paßt zum FC Bayern und auch ein solcher Artikel paßt hervorragend zum Tagesanzeiger. Die Ausrichtung dieses Blattes ist bekannt und die teilweise skurril-absurden Blüten, die das treibt, ebenso. Vor einigen Jahren wurde hier enthüllt, daß Meister Eder und sein Pumuckl rechtsradikale und frauenfeindliche Idoktrination von Kindern sei. Die wesentliche Begründung: Der Junggeselle Meister Eder hat eine Putzfrau. Welch´ Skandal!

Meister Eder selbst sieht die Sache übrigens gelassen und so sollten wir es ihm gleichtun!